Autor: Redaktion

  • Krankenhausschließung ein „Glücksfall“? BSW fassungslos über Aussage von OB Link

    Krankenhausschließung ein „Glücksfall“? BSW fassungslos über Aussage von OB Link

    Die Sana Kliniken Duisburg und das Evangelische Krankenhaus Bethesda in Hochfeld gründen lt. Presse eine gemeinsame Krankenhausgesellschaft. Das Bethesda-Krankenhaus wird im Zuge des Zusammenschlusses aufgegeben.

    Erkan Kocalar, Fraktionsvorsitzender und Oberbürgermeister-Kandidat des BSW, reagiert mit deutlicher Kritik: „Wir können es nicht fassen, dass ein SPD-Oberbürgermeister bei der Schließung eines Krankenhauses von einem „Glücksfall“ spricht. Noch vor drei Jahren hörte sich das bei der SPD ganz anders an. Im Jahr 2022 wollte die SPD die Sana-Kliniken mit der Begründung rekommunalisieren, dass Zusagen zu Investitionen nicht eingehalten wurden. Sarah Philipp, SPD-Vorsitzende von NRW, empörte sich damals öffentlichkeitswirksam über die Entlassung von Beschäftigten im Service- und Logistikbereich.“

    Kocalar erinnert daran, dass der Rat mit den Stimmen von CDU und Grünen im Jahr 2007 49 % der Anteile des Klinikums an die Sana Kliniken AG veräußerte. Im Jahr 2015 waren es dann SPD und CDU, die die nächste Privatisierungsrunde einläuteten und mit ihrer Ratsmehrheit dafür sorgten, dass weitere 50 % an Sana verkauft wurden. Damit hält die Stadt aktuell nur noch 1% an dem Sana-Krankenhaus. Mit der Privatisierung hat sich die Stadt jegliche Einflussmöglichkeiten genommen. Die Folgen der Privatisierung sind hinlänglich bekannt, so Kocalar: „Es wurde zu wenig investiert, sodass weiterhin ein Investitionsstau im dreistelligen Millionenbereich besteht. Dabei wurde der Verkauf des Klinikums damals damit begründet, dass die Stadt die Investitionen nicht aufbringen könne und der Duisburger Haushalt durch die Veräußerung entlastet würde. Durch immer neue Ausgliederungen wurden gute Tarifverträge unterlaufen. Angestellte mussten fortan zu deutlich schlechteren Konditionen die gleiche Arbeit machen. Nun also die Schließung des Bethesda-Krankenhauses durch den Zusammenschluss von Sana und Bethesda. Damit wird der Abbau der öffentlichen Daseinsvorsorge in Duisburg weiter vorangetrieben.“

    Kocalar konstatiert: „In der Gesundheitspolitik hat die SPD jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Erst weitere 50% des Klinikums verkaufen, dann mit Krokodilstränen die Rekommunalisierung fordern und jetzt die Schließung eines Krankenhauses als Glücksfall bezeichnen. Mit den Krankenhausschließungen werden die Wege für die Patienten weiter und die Wartezeiten länger.“

    Mit der Schließung des Bethesda-Krankenhauses begrüßt der OB Link eine Entwicklung, die der ehemalige SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach schon vor Jahren ankündigte. Bereits 2019, damals noch einfacher Bundestagsabgeordneter, erklärte Lauterbach, dass „in Deutschland mindestens jede dritte, eigentlich jede zweite, Klinik“ geschlossen werden sollte. Als Gesundheitsminister machte Lauterbach dann Nägel mit Köpfen und trieb den Kahlschlag der Krankenhauslandschaft voran. Kocalar kritisiert: „Da die etablierten Parteien die Krankenhäuser jahrzehntelang finanziell haben ausbluten lassen, liegen die Krankenhäuser nun selbst auf der Intensivstation und müssen reihenweise schließen. Auf der einen Seite wird den Menschen eingeredet, dass die aktuelle Krankenhauslandschaft nicht mehr finanzierbar sei, auf der anderen Seite stehen auf einmal hunderte Milliarden Euro für die Rüstung zur Verfügung. Gesundheitsversorgung sollte keine Ware sein, die der privaten Gewinnmaximierung dient, sondern gehört als Gemeinwohlaufgabe in die Hände des Staates. Deshalb fordert das BSW nicht nur den Erhalt der Krankenhäuser, sondern die Rückführung in die öffentliche Hand.“

  • BSW kritisiert wiederholtes Versagen der Verwaltungsspitze

    BSW kritisiert wiederholtes Versagen der Verwaltungsspitze

    Jugendamt schuldet Trägern wieder 39 Millionen Euro

    Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres gerät das Jugendamt in Duisburg in massive Zahlungsschwierigkeiten. Wie der Presse zu entnehmen war, schuldet das Jugendamt den Trägern aktuell erneut 39 Millionen Euro. Bereits im Jahr 2024 stauten sich fast 40 Millionen Euro auf. Damals wurden mehrere Inkassoverfahren eingeleitet, die zusätzliche Kosten von 18.000 Euro verursachten. Und auch aktuell sind durch Mahnverfahren wieder 10.000 Euro an Kosten aufgelaufen.

    Erkan Kocalar, Fraktionsvorsitzender und Oberbürgermeisterkandidat, wird deutlich: „immer wieder kritisieren wir, dass unsere Verwaltung nicht mehr handlungsfähig ist. Seit Jahren sind in Duisburg in der Verwaltung im Durchschnitt 1.000 Stellen frei, allein im Jugendamt und der Jugendhilfe sind über 80 Stellen und damit deutlich mehr als 10% der Stellen unbesetzt.“

    Die Ursachen sieht Kocalar in der Kürzungspolitik der etablierten Parteien. Kocalar dazu: „Seit Jahren wird die Verwaltung kaputtgespart. Die Leidtragenden sind die Bürgerinnen und Bürger, die auf die Leistungen des Jugendamtes angewiesen sind. Leidtragenden sind aber auch die städtischen Angestellten, die überlastet und überfordert sind mit der Arbeit aufgrund der Unterbesetzung. Die Folgen dieser Misswirtschaft spüren aber auch die Träger, die monatelang auf ihr Geld warten und Gefahr laufen, insolvent zu gehen.

    Kocalar kritisiert: „Spätestens nachdem der SPD-Oberbürgermeister Sören Link im vergangenen Jahr per Dringlichkeitsbeschluss 32,3 Millionen Euro überplanmäßig an das Jugendamt freigab, hätte man erwarten können, dass aus den Missständen im Jugendamt die richtigen Schlüsse gezogen werden. Das hat man anscheinend nicht getan. Wir erwarten jetzt schonungslose Aufklärung, damit sich derartige Vorfälle in Zukunft nicht wiederholen können.“

    Kocalar erwartet Antworten: „Wurden die zugesagten, zusätzlichen Stellen in der Jugendhilfe eingerichtet und besetzt? Funktioniert der Einsatz der neuen Software? Warum gibt es bisher keine Ergebnisse der Organisationsuntersuchung? Oberbürgermeister Sören Link trägt als Verwaltungschef die Gesamtverantwortung für das wiederholte Versagen des Jugendamtes. Wir erwarten von der Verwaltung eine umfangreiche Untersuchung, in der Konsequenzen gezogen und Maßnahmen abgeleitet werden. Als BSW werden wir dazu in den Gremien eine Anfrage stellen, in der wir eine Aufarbeitung einfordern und den Prozess kritisch begleiten werden. Statt Milliarden in Hochrüstung und Kriegstüchtigkeit zu verpulvern, sollten die öffentlichen Verwaltungen so ausgestattet werden, dass sie ihrem Versorgungsauftrag gerecht werden können.“

  • BSW kritisiert unerträgliche Doppelmoral der Grünen

    BSW kritisiert unerträgliche Doppelmoral der Grünen

    Pressemitteilung

    15.08.2025

    Die Grünen haben in der Presse angekündigt, in der nächsten Ratssitzung einen Antrag zur Aufnahme „besonders schutzbedürftiger Kinder“ im Rat der Stadt Duisburg zu stellen. Erkan Kocalar, Fraktionsvorsitzender für das BSW im Duisburger Stadtrat, erklärt dazu: „Gaza ist heute der größte Kinderfriedhof der Welt. Das BSW begrüßt jede Initiative, die dazu beiträgt, die palästinensischen Kinder aus der Hölle von Gaza zu retten. Deshalb werden wir einem entsprechenden Antrag selbstverständlich zustimmen. Auch werden wir uns einem gemeinsamen Antrag nicht verschließen. Wir werden allerdings darauf bestehen, dass der Völkermord durch die rechtsextreme israelische Regierung klar benannt und verurteilt wird. Der Rat muss sich für Friedensverhandlungen und einen sofortigen Stopp aller deutschen Waffenlieferungen einsetzen.“

    Kocalar findet deutliche Worte zu den Grünen: „Die Heuchelei und die Doppelmoral der Grünen ist unerträglich. Auf der einen Seite sollen pünktlich zum Wahlkampf symbolisch eine Handvoll palästinensischer Kinder aufgenommen werden und auf der anderen Seite wird der Tod zehntausender Kinder in Gaza sogar unterstützt durch die deutsche Politik. Der Völkermord durch die rechtsextreme Netanjahu-Regierung an den Palästinensern ist nur durch die Mithilfe des Westens möglich, insbesondere durch die beiden größten Waffenlieferanten USA und Deutschland. Im Jahr 2023 haben sich die Waffenlieferungen an Israel unter der Ampelregierung verzehnfacht. Die Verantwortung für die Genehmigung von Waffenexporten unterliegt dem Wirtschaftsministerium. Wirtschaftsminister war damals der Grünen-Politiker Robert Habeck.“

    Bereits Ende 2023 warnte der UN-Generalsekretär Antonio Guterres davor, dass Gaza zu einem einzigen Friedhof für Kinder werde. Vor einem Jahr wiesen dutzende Ärzte daraufhin, dass die Kinder in Gaza von israelischen Soldaten gezielt mit Kopfschüssen und Herzschüssen getötet werden. Eine Studie belegt, dass 96 Prozent der Kinder in Gaza glauben, bald zu sterben. 49 Prozent der Kinder wünschen sich konkret ihren Tod. Gleichzeitig rechtfertigte die damalige Außenministerin Baerbock das, schon damals von Experten als Völkermord bezeichnete, Vorgehen der israelischen Regierung mit deutscher Staatsraison und dem Selbstverteidigungsrecht Israels. Le Monde deckte auf, dass sich unter anderem Deutschland ab Mai 2024 an der Einschüchterungskampagne gegen den Chefermittler des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC), Karim Ahmad Khan, beteiligte. Ziel der Kampagne war es, die Ausstellung von Haftbefehlen gegen den israelischen Premier Benjamin Netanyahu und weitere Politiker wegen Kriegsverbrechen in Gaza zu verhindern. Die gescheiterte Ampelregierung trägt damit eine Mitschuld am grausamen Leid der Kinder in Gaza.“ Kocalar fordert daher unmissverständlich: „Der Völkermord muss sofort beendet werden. Der Rat der Stadt Duisburg kann mit der Aufnahme palästinensischer Kinder, der Verurteilung des Völkermordes der rechtsextremen israelische Regierung und der Forderung nach Friedensverhandlungen ein kraftvolles Zeichen für Humanität und Menschlichkeit setzen.“

  • BSW zur Kommunalwahl zugelassen

    BSW zur Kommunalwahl zugelassen

    Pressemitteilung

    16.07.2025

    In der gestrigen Sitzung bestätigte der Wahlausschuss, dass das Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit (BSW) bei der Kommunalwahl 2025 in allen 37 Wahlkreisen und allen sieben Bezirksvertretungen der Stadt Duisburg mit eigenen Kandidaten antritt. Dafür musste das BSW als neue Partei zunächst rund 1.700 Unterstützungsunterschriften von wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern im gesamten Stadtgebiet sammeln. Außerdem bestätigte der Wahlausschuss die Zulassung von Erkan Kocalar als OB-Kandidat.

    Erkan Kocalar, OB-Kandidat und Fraktionsvorsitzender des BSW im Rat der Stadt Duisburg, erklärt dazu: „Mit der Bestätigung unseres Antritts zur Kommunalwahl durch den Wahlausschuss haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um auch ab Herbst wieder mit einer starken BSW-Fraktion im Rat der Stadt vertreten zu sein. Wir können zurecht stolz sein auf das was wir geleistet haben. Wir werden auch in Zukunft eine wichtige Stimme im Rat der Stadt Duisburg für Frieden, wirtschaftliche Vernunft, Freiheit und soziale Gerechtigkeit sein. Gleichzeitig kündigt Kocalar die Gründung eines Kreisverbandes an. „Die Mitgliederzahlen des BSW steigen in Duisburg kontinuierlich und die Vorbereitungen zur Gründung eines Kreisverbandes laufen auf Hochtouren. Das BSW hat sich in Duisburg als neue politische Kraft etabliert.“

  • Erkan Kocalar tritt für das BSW zur OB-Wahl an

    Erkan Kocalar tritt für das BSW zur OB-Wahl an

    Pressemitteilung

    10.04.2025

    Am Dienstag wurde Erkan Kocalar auf der Aufstellungsversammlung des BSW einstimmig zum Oberbürgermeisterkandidaten und zum Spitzenkandidaten auf der Ratsreserveliste für die Kommunalwahl am 14. September gewählt.

    Bereits 2017 trat Kocalar zur Wahl des Oberbürgermeisters an, damals noch für Die Linke. Mit Kocalar schickt das BSW einen erfahrenen Kommunalpolitiker ins Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters. Kocalar war 13 Jahre Bürgermeister der Stadt Duisburg und ist seit 21 Jahren Mitglied im Rat der Stadt.

    „Die Politik der alten Parteien hat uns in eine Sackgasse geführt. Die Deindustrialisierung nimmt auch in Duisburg weiter Fahrt auf. Die Arbeitslosenzahlen und die Armut erreichen in der Stadt neue Höchststände. Wir brauchen eine zukunftsorientierte Industriepolitik für Duisburg und Investitionen in die Infrastruktur. Der Investitionsstau beträgt in Duisburg mittlerweile mehreren Milliarden Euro. Doch anstatt in Schulen, Kitas, Sportanlagen und öffentliche Gebäude zu investieren, werden hunderte Milliarden Euro in die Rüstung gesteckt“, kritisiert Kocalar.  

    Auf Platz zwei der Ratsreserveliste wurde Binali Demir gewählt. Demir hebt hervor, dass die Aufstellungsversammlung mit der Wahl der Kandidaten gezeigt hat, dass das BSW mittlerweile eine stabile politische Kraft in Duisburg ist. „Es ist beeindruckend, wie groß das Interesse ist, sich für das BSW kommunalpolitisch zu engagieren. Es ist uns gelungen, in kurzer Zeit ein vielseitiges Team aus erfahrenen Kommunalpolitikern und jungen Menschen zusammenzustellen, die mit großer Entschlossenheit die Zukunft Duisburgs gestalten wollen.“

    Carmen Hornung-Jahn, sozialpolitische Sprecherin der BSW-Fraktion, tritt auf Platz drei für das BSW bei der Kommunalwahl an. Auf den weiteren Plätzen folgen unter anderem Jörg Nikulka, Ulla Bärwinkel-Lembke, Salih Öztürk, Dogukan Ergün, Ergün Yilmaz, Edward Meyer und Emre Iyilik. Alle Kandidaten auf der Aufstellungsversammlung wurden einstimmig gewählt. Hornung-Jahn befürchtet aufgrund der Aufrüstung starke Einschnitte im sozialen Bereich. „Schon jetzt ist absehbar, dass die wahnwitzige Hochrüstung auf Kosten der öffentlichen Daseinsvorsorge gehen wird. Gegen diesen absehbaren Sozialkahlschlag werden wir als BSW in Duisburg deutlich unsere Stimme erheben“, so Hornung-Jahn.

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung